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Interview mit Sebastian Schuler - Carthago meets Mercedes-Benz

Viele Jahre hat sich Carthago auf Reisemobile mit einer Fiat Ducato und Iveco Daily Basis konzentriert. Seit dem Modelljahr 2020 werden gleich zwei  Baureihen alternativ auf Mercedes-Benz angeboten. Sebastian Schuler, Leiter Produktentwicklung der Carthago Gruppe, spricht über die Hintergründe und Herausforderungen dieser Neuerung.

 

Herr Schuler, warum haben Sie sich für die Einführung von Modellen auf Mercedes-Benz entschieden?

Wir haben eine lange Tradition mit Reisemobilen auf Mercedes-Benz – schon 1999 präsentierten  wir  das  erste  Fahrzeug  auf einem  Mercedes-Benz  Chassis.  Bis  heute haben wir unter den Carthago Fahrern eine  große  Zahl  an  Mercedes-Benz-Liebhabern, die uns immer wieder nach neuen Modellen gefragt haben. Die Kombination aus zwei Premiumherstellern reizt viele.
 

Weshalb ist der aktuelle Mercedes-Benz Sprinter die ideale Ergänzung als Basisfahrzeug für Carthago?

Der neue Mercedes-Benz Sprinter beweist eindrucksvoll, dass bei der Entwicklung die speziellen Anforderungen und Bedürfnisse der Reisemobilbranche eine große Rolle  spielen. Zum einen hält die Digitalisierung, die wir bereits aus der Automobilbranche kennen, Einzug in die Reisemobilbranche: Assistenzsysteme wie der aktive Abstandsassistent oder der aktiveBremsassistent sind ein echtes 
Sicherheitsplus auf Reisen, während das MBUX Multimediasystem mit moderner Sprachsteuerung beeindruckt. Zum anderen ermöglicht uns die Einführung des Mercedes-Benz mit Frontantrieb die Kombination mit einem AL-KO Tiefrahmen. Damit haben wir die optimale Basis für unseren einzigartigen Doppelboden-Keller mit riesigem Stauraum. Aber auch die Laufruhe und Übersichtlichkeit im Fahrerhaus zeichnen die neue Generation der Mercedes-Benz Sprinter aus.

 

Wie lange dauerte die Entwicklung der neuen Modelle auf Mercedes-Benz?

Von der Idee bis zur Konzeption des ersten Prototyps verging rund ein Jahr, bis zur Serienreife der Fahrzeuge nochmals rund ein halbes Jahr.

 

Was war die größte Herausforderung bei der Entwicklung?

Im Vergleich zu einem Fiat Ducato Chassis hat der Mercedes-Benz einen längeren Vorbau, was sich zunächst negativ auf das Sichtfeld auswirkt. In unserer Premium-DNA spielt ein herausragendes Sichtkonzept jedoch eine zentrale Rolle. Somit lag von Beginn an ein großes Augenmerk darauf, die Bugmaske möglichst weit in Richtung Armaturenbrett zu platzieren. Das Ergebnis: In unseren Modellen haben Sie rund 1 m früher Sicht auf die Fahrbahnoberfläche als bei anderen Reisemobilen dieser Klasse auf Mercedes-Benz Sprinter!

 

Was dürfen wir in der Zukunft von Carthago und Mercedes-Benz erwarten?

Schon die Erstpräsentation der neuen Modelle auf den europäischen Herbstmessen hat gezeigt, dass sie hervorragend ankommen.Natürlich haben wir auch für das kommende Jahr bereits Ideen und arbeiten an neuen Lösungen. Sie dürfen gespannt sein!