Exklusives Interview mit Herrn Bernd Wuschack

Unser Geschäftsführer Vertrieb, Marketing und Kundendienst, Herr Wuschack, hat mit dem Magazin NordCamper ein Interview geführt. Freuen Sie sich auf ein spannendes Interview u.a. zu den Themen Wintercamping, wintertaugliche Reisemobile und Heizsysteme.

Was macht die Faszination Wintercamping aus?

Schneebedeckte Landschaften, kristallklare Luft, angenehme Ruhe. Im Winter zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite. Gleichzeitig sind Reisemobile der ideale Freizeitbegleiter. Zum einen bieten sie Freiheit, Flexibilität und damit die volle Ortsunabhängigkeit, andererseits sind sie aufgrund ihres Komforts die ideale Alternative zum Hotelurlaub. Gerade Skifahrer, Tourengeher oder Wanderer schätzen das Reisen mit dem Reisemobil im Winter. Die komfortable Beheizung der Reisemobile und deren perfekte Isolation gegen Kälteeinflüsse machen den Aufenthalt auch bei Minustemperaturen so angenehm. Das große Raumangebot in der Heckgarage und im gesamten Doppelboden-Kellerstauraum bietet alle Voraussetzungen für die Wintersportausrüstungen. Und in der Regel findet man Stellplätze, die in direkter Reichweite von Lift- oder Langlaufloipen sind.

Was sind die größten Bedenken beim Wintercamping?

Viele haben sicherlich Respekt vor den extremeren äußerlichen Bedingungen wie Minustemperaturen, schneebedeckte Straßen oder Dunkelheit. Gefriert das Wasser in den Tanks? Wie steht es um die Isolierung des Fahrzeugs? Und was passiert, wenn die Heizung ausfällt? Aber mit dem richtigen Reisemobil und der entsprechenden Vorbereitung kann auch beim Wintercamping nichts schiefgehen.

Was unterscheidet ein wintertaugliches Reisemobil vom Standard?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einem wintertauglichen und einem winterfesten Reisemobil. Auch wenn beide Begriffe dasselbe bedeuten, sollte man sich merken, dass ein winterfestes Wohnmobil den Bedingungen beim Wintercamping wesentlich besser gerecht wird als ein wintertaugliches. Bei Carthago sind alle Reisemobile absolut winterfest. Zahlreiche Luftauslässe oder Warmwasser-Heizkonvektoren im Doppelboden-Keller beheizen neben dem Wohnraum den sogenannten Keller komplett. So sind alle dort verbauten Technikkomponenten wie Wassertanks, Leitungen und die Wasserablasszentrale gegen Frost geschützt. Die Batterie- und Elektrozentrale zum Beispiel befindet sich in der beheizten Roller-Garage. Damit sind alle Wohn- und Technikbereiche bestens beheizt. Wir betreiben darüber hinaus einen enormen Aufwand bei der Konstruktion und Ausführung der Reisemobil-Karosserie – der Hülle sozusagen. Das eingesetzte Sandwich-Material mit einem hochisolierenden Hartschaumkern sowie die extra vor Kälteeinfluss geschützten Karosserieverbindungen sichern eine maximale Isolation gegen die Kälte. Die Außen- und Innenseiten des Aufbaus sind mit Aluminium beplankt. Dadurch wird die Wärme gespeichert und gleichmäßig in den Wohn- und Schlafraum abgegeben, ein Wandheizungseffekt sozusagen. Und der beheizte Doppelboden erzeugt einen warmen Wohnraumboden – den Fußbodenheizungseffekt.

Wie wichtig ist Ihren Kunden die Ganzjahrestauglichkeit?

Unsere Kunden legen einen besonders großen Wert auf die Ganzjahresnutzung ihres Reisemobils. Laut unseren Umfragen sind Carthago Kunden im Schnitt rund 100 Tage im Jahr in und mit ihrem Fahrzeug unterwegs und nutzen hier vor allem die Nebensaison. Gut ein Drittel davon wiederum schwört auf Wintercamping und verbringt die kälteren Monate am liebsten in Skandinavien. Hier kommen der hochwertige Aufbau und das perfekte Heizungskonzept unserer Reisemobile voll zum Tragen.

Welche Heizsysteme oder winterrelevanten Systeme sind besonders wichtig?

Unser Heizungs- und Klimatechniksystem beinhaltet viele technische Raffinessen wie wärmereflektierende Wände, gezielt beheizte Bordtechnik oder Wärmezirkulation durch den gesamten Doppelboden-Keller. Das schafft vor allem im Winter beste Bedingungen für echtes Wohlfühlklima.

Eher Gas oder Diesel als Brennstoff, worauf setzen Sie?

Wir setzen aktuell größtenteils auf Gas. Gas ist die Hauptenergiequelle für nahezu die gesamte Bordtechnik: den Kühlschrank, den Kochherd, die Heizung oder den Warmwasserboiler.

Worauf muss ich beim Gas im Winter achten?

Zu beachten ist vor allem, immer vollgefüllte Gasflaschen an Bord zu haben. Darüber hinaus ist eine automatische Gas-Umschaltanlage sinnvoll. Dadurch schaltet die Anlage automatisch von der ersten auf die zweite Reserve-Gasflasche um. Spätestens dann sollte man allerdings wissen, wo man Gasnachschub besorgen kann.

Bekomme ich europaweit eine gute Gasversorgung? Brauche ich Adapter o.ä…

Es gibt in Europa leider immer noch eine Vielzahl verschiedener Anschlusssysteme. Daher stellt sich eine einheitliche Gasversorgung im Ausland manchmal als schwierig dar. Wir empfehlen daher, auf Auslandsreisen die zwei im Campingfachhandel erhältlichen Europa-Sets mitzunehmen: das Europa-Füll-Set mit vier Adaptern zum Befüllen der Gasflaschen im Ausland sowie das Europa-Entnahme-Set, das ebenfalls aus vier Adaptern für den Anschluss des eigenen Gasreglers an fremde Gasflaschen besteht.

Auf was achte ich bei Campingplätzen im Winter?

Die gebuchte Parzelle sollte groß genug sein, um den Neuschnee um das Fahrzeug gut räumen zu können. Außerdem empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass die Sanitäranlagen nicht zu weit entfernt vom Fahrzeug sind. Auch wenn unsere Reisemobile beheizte Außenstauräume zum Beispiel für nasse Schuhe bieten, sollte man bei mehr und größerer Ausrüstung eventuell auf einem Campingplatz mit großem Trockenraum übernachten, um nicht die gesamte Feuchtigkeit im Reisemobil zu haben.

Macht eine Gassteckdose außen für die Gasversorgung auf dem Campingplatz im Winter Sinn?

Auf jeden Fall. Damit ist der Vorrat an Gas und damit das angenehme Wohlfühlklima im Reisemobil immer gewährleistet und man muss weder Gasflaschen wechseln noch sich Gedanken um die Neubeschaffung machen.