
Sie brauchen während der gesamten Batterielebensdauer keine Säurestandskontrolle durchführen, keine Pole einfetten und kein destilliertes Wasser nachfüllen. Diese Vorteile ergeben sich aus der verschlossenen Bauweise. Das heißt aber auch:
Sie dürfen die Batterie niemals öffnen! Andernfalls würde die Batterie durch Oxidation zerstört.
„Absolut wartungsfrei“ heißt nicht, dass Sie ihre Gel-Batterie in Bezug auf die Ladung mit dem Ladegerät vernachlässigen dürfen! Nur durch richtiges Nachladen können Sie die Leistungsvorteile auf Dauer erhalten.
Durch ihre zukunftssichere Technologie mit festgelegtem Gel-Elektrolyt ist Ihre Batterie nicht nur absolut wartungsfrei, sondern auch
Jeder Akku ist ein Stromspeicher mit begrenzter Kapazität. Der Unterschied zum Strom aus der Steckdose: Die entnommene Energie muss der Batterie zu 100% wieder zurückgegeben werden! Eine unzureichende Wiederaufladung führt zu einer „negativen Ladebilanz“. Probleme bis hin zum Ausfall der Versorgungsbatterie sind dann vorprogrammiert. Während der Fahrt ist in der Regel die Lichtmaschine das einzig verfügbare Hilfsmittel, die Versorgungsbatterie wieder zu laden. Lichtmaschine und Solarpanel sind jedoch nur unterstützende Ladeeinrichtungen. 100% Vollladen ist nur mit dem Ladegerät möglich, das über Ihren externen 220 V-Netzanschluss betrieben wird. Genauso selbstverständlich wie der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen (Trinkwasser etc.) sollte deshalb der bewusste und sparsame Einsatz der Versorgungsenergie sein:
Bei keiner Batterie kann man unbegrenzt aus dem Vollen schöpfen!
Stellen Sie eine Energiebilanz aller Verbraucher auf. So können Sie überprüfen, welche Energiemenge täglich verbraucht wird und der Batterie somit auch wieder zugeführt werden muss.
Leistung 42 Watt:
Spannung 12 Volt = Stromstärke 3,50 Ampere x Nutzungsdauer/Tag in Stunden, z.B. 8 Stunden
= benötigte Kapazität in Ampere-Stunden (Ah) z.B. 28 Ah
Sie wissen,welche Kapazität die eingesetzte Gel-Batterie effektiv haben sollte.
Ist Ihr Bordnetz unterversorgt, hilft eine zusätzliche Versorgungsbatterie.
Sollte zur Versorgung des Bordnetzes der nachträgliche Einbau einer zweiten Batterie nötig sein, so gelten folgende Grundregeln:
Kapazität des Ladegeräts prüfen!
Faustregel:
Benötigt wird mindestens 1/10 der Batteriekapazität zzgl. der beim Ladevorgang genutzten Verbraucher.
Externes Laden: Ladung mit einem ungeeigneten Ladegerät, das z.B. nach Erreichen der Ladespannung von 14,1 – 14,4 V abschaltet, führt zur starken Sulfatation der Batterieplatten und somit zum „Verhungern“ der Batterie.
Kennlinie IU °U1, „I“ – Phase mit mindestens 1/10 der Batteriekapazität als Ladestrom. Nach Erreichen der Ladespannung von 14,1 – 14,4 V. Die gesamte Ladezeit muss mindestens 24 Stunden betragen, auch wenn die Batterie nur wenig entladen worden ist. Danach schaltet das Ladegerät auf Erhaltungsladen um.

1. Negative Ladebilanz ∂ Kapazitätsverlust ∂ Batterieausfall
Mögliche Ursachen einer Tiefentladung:
Stille Verbraucher können eine Stromaufnahme von ca. 55 Milliampere haben. Das bedeutet, dass an einem Tag ca. 1,32 Ah aus der Batterie entnommen werden. Eine voll geladene 80 Ah-Bordbatterie ist somit nach rund 2 Monaten restlos entladen!
Trotz Wiederaufladung kann nur noch ein Bruchteil der theoretischen Leistungskapazität entnommen werden.
Schlimmstenfalls ist die Batterie bereits durch einen Kurzschluss in einer der Batteriezellen zerstört.
Im Gegensatz zu konventionellen Batterien,die nur 1-2 Tage in tief entladenen Zustand überstehen,verträgt Ihre Gel-Batterie Tiefentladungen bis maximal 4 Wochen! Danach sollte Sie mindestens 72 Stunden bei 14,1 – 14,4 V geladen werden.
(unabhängig von elektrischen Dauerverbrauchern):
Der Leistungsverlust der Gel-Batterie durch Selbstentladung ist extrem niedrig: Bei 20 – 25 °C verliert sie 0,1 % der Batteriekapazität/Tag. Mit steigenden Temperaturen nimmt die Selbstentladung jedoch deutlich zu: Bei 35 °C beträgt sie 0,7 % / Tag, d.h. 7 x höher!
Im Sommer kann die temperaturbedingt höhere Selbstentladung in Kombination mit Dauerverbrauchern ohne Nachladung über das Bordladegerät besonders rasch zu einer Tiefentladung der Batterie führen.
Oft haben Ausfälle in der Bordelektrik Ursachen,die sich leicht aufspüren und selbst beheben können. Bei Problemen sollten Sie insbesondere folgende
Punkte prüfen:
Zur Prüfung des Batteriezustandes empfiehlt sich eine Messung der Ruhespannung wie nachfolgend beschrieben.
Die Messung der Ruhespannung ist eine einfache wie wirkungsvolle Methode, um den Zustand der Batterie zu überprüfen.
Unter „Ruhespannung“ versteht man die Spannung der geladenen Batterie im Ruhezustand, ohne dass Strom zugeführt oder entnommen wird.
In Ihrem Carthago-Wohnmobil ist für diese Messung eine eingebauter Voltmeter vorhanden.